Im besten Mannesalter

Wann ist der Mann eigentlich im besten Mannesalter? Mit 30, mit 40 oder gar erst mit 50? Verfolgt man Blogs und Online-Foren, dann fühlen sich alle drei Altersgruppen im „besten Alter“. „Das Wichtigste ist die gemachte Erfahrung und damit gewonnene Gelassenheit“, meint ein 31-Jähriger Blogger zusammenfassend. Philosophisch sachlich beschreibt Hegel das beste Mannesalter: „Nach der Periode des ,Hervorbringens‘ folgt die Phase des Mannesalters mit starker Wirksamkeit nach außen.“ Beiden Aussagen kann Peter Petrich inhaltlich zustimmen, wenn er den Lebenszyklus seines vor 30 Jahren gegründeten Betriebes „BIOTOP“ betrachtet. Auch er fühlt sich mit seinem mittlerweile gereiftem „Baby“ mitten drinnen in den besten Jahren der Firma, welche die Idee des Schwimmteiches als erste zu einem Geschäftsmodell machte.

BIOTOP lässt sich heute nicht mehr  von den Zwängen des Marktes treiben, sondern geht gelassen seinen Weg und erzielt dank des ausgereiften Systems eine starke Wirksamkeit nach außen. Im Prinzip können die BIOTOP-Historie in drei Abschnitte von je einem Jahrzehnt geteilt werden: Die „Adoleszenz“ mit viel Freiraum zum Experimentieren und quasi konkurrenzlos am Markt. Die „Pubertät“, in der es galt sich gegen die aufkommende Konkurrenz zu behaupten. Eine Zeit, in der es notwendig war, die Unreife abzulegen und Strategien zu entwickeln, gleichsam das Erreichen der „Volljährigkeit“. Und schließlich der Weg zum „vollen Mannesalter“, verbunden mit Innovationen, welche die gesamte Schwimmteich-Branche prägte. Um jetzt in das „reife Mannesalter“ überzuwechseln.

Obwohl bei Petrich und BIOTOP – auch dank des wirtschaftlichen Erfolges – eine gewisse Gelassenheit eingekehrt ist, „brennt“ der Firmengründer nach wie vor für die Idee des chemiefreien Badens. Als er im Jahr 2007 den „Living-Pool“ propagierte, einen Swimmingpool mit natürlicher Wasseraufbereitung, waren die Kollegen empört und empfanden es als Verrat an der Idee des naturnahen Badegewässers. Da war bei so manchen Treffen der Branche „Feuer am Dach“ und es wurden Überlegungen angestellt, wie die Errichtung von Living-Pools durch Verordnungen unterbunden werden könnte. Doch der Markt verlangte nach Bio-Pools und als auch andere Schwimmteich-Systeme das erkannten, war BIOTOP mit seinem marktreifen Produkt der Konkurrenz Jahre voraus. Auch ein Kopieren war ausgeschlossen, nachdem in einem jahrelangen Prüfverfahren das EU-Patentamt im Jahr 2015 das Patent für den Living-Pool erteilte.
Auch das trug zu der Gelassenheit bei, mit der Peter Petrich und sein Team heute unterwegs sind. Die 75 Partnerfirmen in 17 Ländern bilden die wirtschaftliche Basis für das in Klosterneuburg-Weidling bei Wien angesiedelte Unternehmen. Kränkelt das Geschäft in einem Land, dann ist der Geschäftserfolg in einem anderen dafür umso besser und am Jahresende reicht das Erwirtschaftete, um einerseits eine im Jahr 2003 getätigte Investition in die Infrastruktur abzudecken und andererseits in die Entwicklung neuer Komponenten und in Überlegungen zur Vereinfachung der Bauweisen zu investieren.

Das „Abenteuer USA“ bringt etwas Pfeffer in den Alltag. Der Markteintritt begann vor zwei Jahren und lief zu Beginn etwas unrund, kommt aber immer mehr auf Schiene. Ab 2016 gibt es bereits ein Lager in den USA, das die raschere Belieferung der dortigen Kunden ermöglicht. BIOTOP hat aus den beiden ersten Jahren gelernt: Alles ist in den USA größer und alles muss viel schneller gehen. Am besten „overnight delivery“ – auch bei „Natural Pools“. Ganz dort ist man zwar noch nicht, aber für BIOTOP arbeitet bereits ein US-Team vor Ort, das – ähnlich wie BIOTOP einst in Österreich – die Pubertät noch durchlaufen muss. In Europa hat sich BIOTOP vorgenommen das Partnernetz zu verdichten, da die Nachfrage nach dem Living-Pool sehr stark gestiegen ist, und auch viele Gartenbaubetriebe an Peter Petrich herantreten, da sie erkannt haben, dass sie mit den ausgereiften Systemkomponenten von BIOTOP auf der sicheren Seite liegen.

Eine Partnerschaft mit BIOTOP bedeutet vor allem eines, wie Peter Petrich formuliert: „Wenn jemand zur BIOTOP-Familie gehören will, dann muss er für die Idee brennen, wie alle unseren derzeitigen Partner. Denn nur dann werden sie erfolgreich sein.“